Die Höchststrafe im Bußgeldkatalog – Fahrverbot umgehen

Jeder Autofahrer, der schon einmal ein Fahrverbot erhalten hat, weiß, dass dieses Urteil die Höchststrafe ist – vor allem dann, wenn man im Alltag auf sein Fahrzeug angewiesen ist. Das Fahrverbot zu umgehen ist nicht einfach – gerade weil es auferlegt wurde, um den Verurteilten zu disziplinieren und zum Umdenken zu bewegen. Nichtsdestotrotz gibt es Möglichkeiten, die jedoch auch von der Ursache des Fahrverbots abhängen. Lesen Sie über Möglichkeiten ein Fahrverbot umgehen

Ursachen für Ihr Fahrverbot und wie Sie es (vorerst) umgehen können

Die Ursachen für ein Fahrverbot sind vielfältig: Weist der Autofahrer bei der Polizeikontrolle einen Blutalkoholgehalt von mindestens 0,5% auf oder steht er unter Drogeneinfluss, ist ein Fahrverbot die direkte Konsequenz. Ihnen wird auch ein Fahrverbot erteilt, wenn Sie innerorts mehr als 30 km/h und außerorts mehr als 40 km/h zu schnell fahren. Aufpassen müssen an dieser Stelle Wiederholungstäter: Werden Sie das zweite Mal im Jahr mit mehr als 25 km/h geblitzt, zieht das ebenfalls ein Fahrverbot nach sich. Außerdem sind das Überfahren einer roten Ampel sowie das Nichteinhalten des Sicherheitsabstandes zu einem anderen Auto bei Geschwindigkeiten von über 100 km/h weitere Gründe für ein Fahrverbot.

Wenn Ihnen in den letzten zwei Jahren kein Fahrverbot auferlegt wurde, sind Sie ein Ersttäter und haben in diesem Fall die Möglichkeit, Ihr jetziges Verbot vorerst zu umgehen. Der Beginn des Fahrverbots kann auf bis zu vier Monate hinausgezögert werden. Wiederholungstäter müssen ihre Strafe dagegen sofort antreten. Darüber hinaus gibt es noch die Möglichkeit, Ihr Fahrverbot in eine reine Geldbuße umzuwandeln, indem das zusätzlich auferlegte Bußgeld verdoppelt oder verdreifacht wird. Dies ist möglich, wenn sich das Verbot besonders hart auf den Betroffenen auswirkt.

Ob Sie ein sogenannter Härtefall sind, lassen Sie am besten von einem Anwalt prüfen. Mit Hilfe einer professionellen Rechtsberatung sind Ihre Chancen, das Fahrverbot zu umgehen, nämlich deutlich höher.